Veranstaltungen / Nachlese: Gemeinde Walheim

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Märchenspaziergang - Nachlese

„So geht Rotkäppchen aber nicht!“ - „Sind die Igel süüüß!“ - „Ein Hase muss doch hoppeln…“ - „Papa, darf ich dem Wolf was von meiner Brezel geben?“

Kulturspektrum und Theaterle haben sich einiges einfallen lassen, um fast 400 Besucher an den beiden letzten Sonntagen, 18. und 25. Juli, zu überraschen. Gut gerüstet mit einigen märchenhaften Snacks, praktisch in bunte Beutelchen verpackt, machte sich Alt und Jung auf den Weg durch den Ort. An jedem Sonntag begleiteten je zwei Personen die Gruppen von Station zu Station – gut sichtbar durch regenbogenfarbene Schirme. Szenen aus Märchenklassikern, teilweise aufgepeppt und verändert, wurden an sechs Stationen zum Besten gegeben.

Begrüßt wurde jede Gruppe von Vertretern des Kulturspektrums, die den Ablauf des Spaziergangs erläuterten. Dann ging es auch schon los bei „Giselle Gans“, der charmanten französischen Reporterin des Rennens von Hase und Igel. Alle waren ganz begeistert von dem in Zeitlupe gespielten Rennen der Kontrahenten. Unterwegs zur nächsten Station gab es die Hexe von Hänsel und Gretel im Backhaus zu entdecken. Bei der schwäbelnden Frau Holle konnte die zauberhafte Geschichte der Goldmarie, der das Brot nach dem Öffnen der Backofentür auf einem Skateboard entgegen rollte, miterlebt werden. Weiter ging der Spaziergang zum Tapferen Schneiderlein, das mit einem einzigen Schlag der frech surrenden Fliege ein Ende machte. Würden die Besucher wohl die drei versteckten Märchenattribute auf dem Weg zur nächsten Station finden? Zuerst wurde jede Gruppe durch Drehorgelklänge von Dornröschen in einen Hof gelockt, eine goldene Gans saß unter einem Baum am Wegesrand und der Froschkönig thronte neben der goldenen Kugel auf dem Brunnenrand. An der vierten Station schmunzelten die Zuschauer darüber, dass sich das Rumpelstilzchen extra einen Buggy gekauft hatte, um das Königskind mitzunehmen. Doch daraus wurde nichts! „Wer aus mir trinkt, der wird ein Reh“ aus Brüderchen und Schwesterchen war kurz vor der nächsten Station am Bach zu hören. Anschließend amüsierten sich die Spaziergänger beim Rotkäppchen mit roter Baseballkappe, das erstaunt darüber war, dass Großmutter und Wolf befreundet waren und sich das hungrige Zotteltier über Kekse und Kuchen freute. Vor der letzten Station gab es noch zwei Hinweise auf Märchen zu finden, den Goldregen von Sterntaler im Torbogen bei der Kellereischeuer und Rapunzels Zopf, gut sichtbar am Rathaus. Zum Schluss lernte Schneewittchen die sieben Zwerge kennen. Ein sprechender Spiegel und marschierende Zwerge sorgten für viele Lacher.

Genial, was circa 30 Darsteller und zahlreiche Mitarbeitende in anderen Bereichen auf die Beine gestellt haben. Eine geballte Ladung an Witz, Ideenreichtum und Kreativität, gepaart mit Spielfreude und hohem Zeiteinsatz. Bewundernswert vor allem die Ausdauer der darstellenden Kinder. Ein Literaturspaziergang der anderen Art für die ganze Familie!

Dankbar sind wir für das Sponsoring der Beutel durch NeckarEnz.Immo, für alle Spielorte, die zur Verfügung gestellt wurden, für die zahlreichen positiven Rückmeldungen und natürlich für das Wetter, das uns zwei sonnenreiche Nachmittage beschert hat.

 

Nachlese „Freude schenken“

„Wochenend und Sonnenschein“ von den Comedian Harmonists erklang am vergangenen Samstag vor und im „Haus am Bürgergarten“ - passend zum wunderschönen Winterwetter.

Wir Frauen vom Kulturspektrum brachten pünktlich zum Nachmittagskaffee selbstgebackene „herzliche“ Kuchen. Außerdem erhielt jeder Wohnbereich einen Korb mit Frühlingsblühern, die so nach und nach aufblühen werden und so die Bewohner/innen und Mitarbeiter/innen jeden Tag erfreuen können. In den Körben steckte an einem blauen Band das bekannte Gedicht von Eduard Mörike:

Er ist's
Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
– Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist's!
Dich hab ich vernommen!

Das Gedicht und so manches Lied (gespielt mit der Drehorgel von Dorothee Weiß) weckte Erinnerungen: Ob „Nun will der Lenz uns grüßen“, „Ein kleiner grüner Kaktus“, „Lili Marleen“ oder „Ännchen von Tharau“. Eine Bewohnerin, die aus Berlin stammt, erzählte von den Leierkastenspielern aus ihrer Kindheit. Damals konnte man Liedwünsche äußern. In begrenztem Maße ging das natürlich auch am Samstag und man konnte sehen, wie die Einzelnen die Musik genossen.
Wir danken den Mitarbeiterinnen im „Haus am Bürgergarten“, dass wir unsere Aktion „Freude schenken“ in der Weise durchführen durften und hoffen, dass nächstes Jahr wieder eine größere Veranstaltung möglich ist.

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